Russland kurz vor der Revolution? Der Zar zeigt Zähne!

(SPIEGEL, 27. Dezember 2014)

Rubel-Absturz: Russland droht schwere Bankenkrise.

Die Rubel-Krise trifft Russlands Wirtschaft immer härter. Die Zentralbank muss das Rettungspaket für die angeschlagene Trust Bank binnen Tagen vervierfachen. Im nächsten Jahr rechnet der Finanzminister mit weiteren Banken-Crashs.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/russland-trust-bank-reisst-defizit-in-haushalt-von-regierung-putin-a-1010431.html

(Tagesschau, 27. Dezember 2014)

Russland formuliert Militärdoktrin neu.
Defensiver Charakter, verschärfter Ton.

http://www.tagesschau.de/ausland/russland-militaerdoktrin-101.html

„Russland kurz vor der Revolution? Der Zar zeigt Zähne!“ entbehrt natürlich keinerlei Polemik.
Aber was jetzt nicht ist, könnte leicht entstehen.
Es ist doch offensichtlich, wie der russische Herrscher, samt Administration nicht müde werden, sich an allen Landesgrenzen Feinde herbei zu reden. Für mich sicheres Zeichen für den bevorstehenden inneren Kollaps.
Eigene seiner Leute erklären die russische Industrie für marode, unrentabel und für nicht konkurrenzfähig. Russland setzte zu lange und einseitig auf den Verkauf von Öl und Gas. Was Wunder, wenn es ansonsten nicht in der Lage ist, konkurrenzfähige Güter zu produzieren, um den Weltmarkt damit zu bedienen.
Reformphobie beherrschte und – vor allem jetzt! – beherrscht Russlands Führer. Sie haben Angst, in einem Sog von Innovation und geistiger Freiheit weg gespült zu werden.
Zu Recht.
Denn, da sie selbst das uninnovativste, starrhalsigste und Entwicklung verhinderndste Element in jener Gesellschaft verkörpern, mit gleichzeitig eisernem Willen für ihren persönlichen Machterhaltung streiten (gar töten zu lassen: Ukraine, Krim), kann man nur hoffen, dass sich das gebeutelte russische Volk möglichst rasch ihrer Despoten entledigt, um schnellstmöglich den Anschluss in die Weltgemeinschaft zurück zu finden.
Große, pathetische Töne von einem „geeinten Großrussland“ werden Zar Wladimir auf Dauer da nicht weiter helfen.

PS: NICHT der Westen, noch weniger das „Land of the brave“ sind das Paradies oder das Gute per se auf Erden, sondern der Ort, an dem Menschen FREI, SELBSTBESTIMMT und ohne ausspioniert zu werden, wählen und entscheiden KÖNNEN – nicht gnadenhalber: „dürfen“!

Nachtrag.
These I. Sollte in Russland etwas Vergleichbares wie 1917 geschehen, WOHIN könnte sich der gegenwärtige „Zar“ absetzen?
Es bliebe wohl – allerdings nur, so wie die Dinge gegenwärtig liegen – lediglich die Türkei. (Nicht Gerhard Schröders Privathaus in Hannover!)
Zu seiner Marionette Aljaksandr Lukaschenko könnte er auch nicht entfliehen, denn der fiele logischer Weise mit ihm.
Es wäre eng.
These II. Alles löst sich in Wohlgefallen auf. Mithilfe der Selbstregulierung von weltweit operierenden Banken und Konzernen.
Fragt sich dabei nur: “ Wohlgefallen“ für WEN?
Merke: NIE fürs Volk! NIE für ALLE!
NUR für diejenigen, welche MACHT an sich binden!

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