Sie predigen öffentlich Wasser und trinken heimlich …

Sport, Sportler und Vereine: Fairness. Freundschaft. Verbindlichkeit. Brüderlichkeit. Gleichheit. Ehrlichkeit. Freude. Spiel. Spannung. Akzeptanz. Sozial. Brücken bauend. Grenzen überwinden (in Richtung Schweiz!).
Nun ja, ….. Es geht ja lediglich um „“Mehrere Hundert Millionen Euro“…

http://www.br.de/nachrichten/hoeness-selbstanzeige-steuern-100.html

http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-hoeness-soll-unvorstellbares-vermoegen-verheimlicht-haben-a-895568.html

Wenn so einer – Uli Hoeneß heißt dieser Schmarotzer! – nach Schäubles misslungenem deutsch-schweizer „Steuerarrangement“ als ultima ratio meint, durch eine Selbstanzeige und vorsorglichem Überweisen von 5 Mio. ans Münchner Finanzamt seinen nimmersatten Kopf aus der Schlinge ziehen zu können, oder aber eine Bestrafung deutlich gemindert zu bekommen, hoffe ich inständig, dass sich dieser gründlich täuscht. Was für all die Kleinen gilt, sollte für einen Hai, der im öffentlichen Licht steht und Vorbild sein sollte, erst recht gelten, das heißt, eigentlich noch konzentrierter zum Vorwurf gemacht werden, denn das Resultat dieser jetzt entdeckten Vorbildfunktion bedeutet: „Leute, seid euch selbst der Nächste! Bescheißt, wo ihr könnt, zu eurem eigenen Nutzen! Was gehen mich die anderen an?“
Pfui Deibel, ist mir schlecht!

Deutschlandfunk (Auszug):
SPD nutzt das Verfahren zum Angriff auf CSU
Durch die Causa Hoeneß fühlt sich vor allem die SPD bestätigt. Gemeinsam mit den Grünen hatte sie im Dezember des vergangenen Jahres verhindert, dass das Deutsch-Schweizer Steuerabkommen durch den Bundesrat kam.
CSU-Chef Horst Seehofer wusste von den Ermittlungen
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, erklärte, Hoeneß habe darauf gehofft, dass seine Steuerhinterziehung durch das Abkommen legalisiert werde und er dabei anonym bleiben könne. Der bayerische SPD-Spitzenkandidat Christian Ude sagte der „Welt am Sonntag“, er verstehe seit Jahren nicht, warum die CSU so viele Sympathien für Steuerhinterzieher hege, obwohl sie sonst für Law and Order auftrete. Dass Hoeneß wiederum Sympathien für die CSU hege, finde in den kommen Wochen vielleicht eine Erklärung,so Ude.

Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bestätigt, dass er von den Ermittlungen gegen Hoeneß schon seit längerem wisse. Was nun weiter geschehe, das müssten die Justiz-und Finanzbehörden nun regeln, so Seehofer.

Steuerabkommen wurde von der Schweiz ratifiziert
Mit dem Steuerabkommen hatte die Bundesregierung gehofft, deutsches Schwarzgeld in der Schweiz besteuern zu können. Dafür sollten die Spareinlagen aus den vergangenen zehn Jahren von 2013 an pauschal mit 21 bis 41 Prozent versteuert werden. Danach sollten für deutsche Vermögen in der Schweiz die gleichen Steuersätze wie in Deutschland gelten. Die Schweiz hatte das Abkommen zwar ratifiziert, die Opposition ließ es aber im Bundesrat durchfallen. Nach Ansicht von SPD und Grünen bot es Steuerhinterziehern noch immer zu viele Schlupflöcher.

(STERN online, 25. April 2013:)
Sagenhaft viel Geld auf Nummernkonto 4028BEA
Bei der Züricher Privatbank Vontobel laufen zwei Geschichten zusammen, die erstaunliche Parallelen aufweisen. Von der einen erfuhr der stern vor Monaten und berichtete am 17. Januar erste Erkenntnisse. Sie betrifft ein Konto mit der Nummer 4028BEA samt zugehörigem Depot. Die Informationen des stern zu dieser Bankverbindung beziehen sich im Wesentlichen auf die Jahre 2000 bis 2009. Zeitweise sollen dort Werte von 600 bis 800 Millionen Schweizer Franken gebunkert gewesen sein. Das ist auch im überhitzten Fußball-Business sagenhaft viel Geld. Das sich selbst bei einem damals schwachen Frankenkurs in der Spitze umgerechnet um die 500 Millionen Euro.

Fleck auf der weißen Weste
Nach neuen Recherchen zu dem Fußballschatz befanden sich darunter zeitweise für rund 40 Millionen Euro Aktien der Deutschen Telekom AG. Zudem wurden offenbar Wertpapier- und vor allem Devisengeschäfte in zweistelliger Millionenhöhe getätigt.

Die zweite Geschichte ist die, die Uli Hoeneß erzählt. Bei der Vontobel hatte auch er seine schwarze Kasse, das räumt er am Telefon ein. Aber hunderte Millionen? Hoeneß bestreitet solche Summen energisch, die seien „absurd“. Von dem ominösen Konto will er nichts wissen. Sein Depot, so versichert er, habe in der Spitze einen Wert von 15 bis 20 Millionen gehabt. Und weiter: Er habe vor über zehn Jahren einen Millionen-Kredit des 2009 verstorbenen Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus bekommen und das Spekulieren begonnen, so Hoeneß. Mit Wertpapier- und Devisengeschäften.

Auch auf dem Weg in die Steuerehrlichkeit entsteht Nähe zu der Geschichte, an der der stern recherchierte. Hoeneß sagt: Nachdem absehbar gewesen sei, dass ein geplantes Steuerabkommen mit der Schweiz scheitere, das Steuersündern gegen Abschlagszahlung Amnestie versprach, habe er seine Selbstanzeige auf den Weg gebracht. Hoeneß nennt in dem Gespräch auch ein Datum: den 12. Januar 2013, einen Samstag. An diesem Tag habe er die über Monate vorbereitete Selbstanzeige schließlich eingereicht. Damals recherchierte der stern längst im Fall des angeblichen Fußball-Kontos. Am Montagmorgen, dem 14. Januar, konfrontierte der stern die Bank. Hoeneß dementiert einen Zusammenhang. Die zeitliche Nähe von Selbstanzeige und Recherche sei Zufall

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